Arbeitsgemeinschaft Elternbeiräte an Gymnasien im Regierungsbezirk Stuttgart

AKTUELLES

Schweigen im Kultusministerium zum Unterrichtsausfall

Nach dem offenen Brief im Juli an das Kultusministerium hatten die Arbeitsgemeinschaften der Elternvertretungen an den Gymnasien der Regierungsbezirke Stuttgart, Freiburg, Tübingen und nun auch Karlsruhe eigentlich erwartet, dass es auf den Brief eine irgendwie geartete Antwort aus dem Ministerium geben würde. Ausdrücklich baten die Elternvertretungen die Ministerin um ein Gespräch, damit die Realität des Unterrichtsausfalls und auch über die konkreten Vorschläge der ARGEn gesprochen werden konnte.

Während jedoch der Philologenverband als Reaktion das Gespräch mit den ARGE-Vertretern suchte und in der Zwischenzeit auch gemeinsame Zielsetzungen gefunden wurden, schwieg sich das Ministerium bis Ende September komplett aus. Keine Reaktion, keine Antwort und - leider - auch keine erkennbare Verbesserung in der Unterrichtsversorgung des Landes. Im Gegenteil: Die 187 nun für den Grundschulunterricht in diesem Jahr rekrutierten Gymnasiallehrer, werden in vier Jahren in den Gymnasiums-Bereich übernommen werden müssen - bis dahin ohne jede Gymnasiums--Unterichtserfahrung und auch unabhängig von ihrer Fächerkombination. Die hat in der Regel zum jetzigen Zeitpunkt ja dazu geführt, dass sie nicht in den Gymnasiums-Schuldienst übernommen wurden. In vier Jahren allerdings ist dieser Hinderungsgrund keiner mehr. Die Übernahme ist als Belohnung für ein Jahr Umschulung und drei Jahre Grundschuldienst garantiert. Dann werden sie auch unabhängig von der Einstellungslage in den Mangelfächern bevorzugt und garantiert eingestellt. 

Die ARGE-Vertreter wollen das Thema Unterrichtsausfall nicht einschlafen lassen, die Zeit drängt, die Situation ist unverändert an einigen Gymnasien dramatisch, das nichtstun der Kultuspolitik geht zu Lasten unserer Kinder - und kann nicht tatenlos hingenommen werden. 

In der Landespressekonferenz am Freitag, 29.September, werden die ARGE-Vertreter aus Stuttgart und Karlsruhe die nächsten Schritte öffentlich machen, mit denen eine Reaktion zum Guten vom Ministerium notfalls erzwungen werden kann: Gedacht ist an eine Klage gegen das Land, um dieses zum Handeln zu zwingen. Einzelheiten werden in der Landespressekonferenz bekannt gegeben werden.

In der Zwischenzeit nachstehend die Berichterstattung der STuttgarter Zeitung/Nachrichten von Montag, 24.September.

- Eltern auf Konfrontationskurs

- Klage gegen Unterrichtsausfall

- Eltern verklagen Land

- Ministerin will Unterrichtsausfall an Gymnasien überprüfen